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Neues vom Sonnenhof, KW 12

Lange haben wir nichts mehr von unseren Schafen erzählt. Die weiblichen Tiere stehen seit Weihnachten im Stall, weil draußen noch nicht genug wächst. Nur die beiden Böckchen Max und Moritz dürfen zur Zeit die Beetreste auf unserem Gemüse-Herzstück abgrasen und uns ihren Dünger da lassen. :-)

Die Herde im Stall wird täglich zwei Mal von Micha mit Heu gefüttert. Dabei muss sie sehr trickreich vorgehen, weil sie sonst leicht zwischen den wolligen Schafleibern, die sich um die Raufe drängen, eingeklemmt wird. Nun, wo auch einige trächtige Schafe dabei sind, muss sich Micha zusätzliche Kniffe einfallen lassen, weil die Schafe immer breiter werden. Ab April rechnen wir mit den ersten Lämmern! :-)

Demnächst bekommt Micha auch die ersten Einsätze für ihre Arbeitspferde Mio und Kema auf unseren Flächen: Die Zwiebel- und Kürbisbeete werden als nächste vorbereitet, und dabei können die Pferde den Boden schonend bearbeiten.

Wegen der noch relativ kühlen und nassen Witterung liegen unsere Aktivitäten zwei Wochen hinter unserem Anbauplan zurück. Aber wie sagt eine alte Bäuer*innen-Weisheit? „Im Herbst beeile, im Frühjahr verweile.“ Selbst wenn Samen schon früh ausgebracht werden und nicht nachts erfrieren, keimen sie doch erst, wenn es Zeit für sie ist.

Die Vorbereitungen dafür laufen jedenfalls stetig. Mitten auf dem Herzstück liegt nun eine schöne Miete selbst aufgesetzter Kompost aus Holzhäckseln und Schafmist, nachdem Matthias den hierfür benötigten Miststreuer repariert hat. Falls ihr mal am Herzstück vorbeikommt, steckt gerne mal eure Hände rein: Es riecht kein bisschen unangenehm, und man kann sich direkt vorstellen, wie sich die Würmchen und Käfer darüber hermachen werden.

Am Frühlings-Samstag haben wir mit ca. 10 neuen und alten Anteilsnehmer*innen, wie schon im letzten Jahr, hunderte Weidenstecklinge zwischen zwei Äckern in den Boden gebracht. Daraus sollen nun im Laufe des Jahres neue Triebe wachsen, aus denen dann in den folgenden Jahren ein lebendiger Zaun geflochten wird. Dieser Zaun dient als seitliche Begrenzung gegen größere Wildtiere wie Hasen und Rehe, gleichzeitig aber als Unterschlupf für kleinere Tiere wie Rebhühner, Wachteln, andere Vögel und Insekten. Außerdem dient er als Windbrecher und als über- und unterirdische Wasserbremse. Auf Dauer wollen wir damit der Bodenerosion und den Sturzbächen im Frühjahr vorbeugen. Vielen Dank an alle Helfer*innen!